Brezen

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Einmal ohne Lauge, wie man sie auch als Palmbrezel verwendet - und einmal mit Lauge, also richtige Laugenbrezen !!


  • Es gibt 2 Arten von Brezen:
  1. ohne Lauge, wie man sie auch als Palmbrezel kennt -
  2. mit Lauge, also die Laugenbrezen.

Für beide wird der gleiche Teig verwendet und auch das Formen ist gleich, nur für die L A U G E N B R E Z E N 20g Natron (gibt's in der Backwarenabteilung und in der Apotheke) pro Liter kochende Wasser, in das die Brezen vor dem Backen kurz getaucht werden und anschließend werden sie mit grobem Salz bestreut.


Zutaten für 15 Stück:

250 ml zimmerwarme Buttermilch

40g frische Germ oder 2 Sackerl Trockenhefe

1 Teelöffel Zucker

100g Sauerteig

400g Weizenmehl (in Österreich: Type W700, in Dtld. Type 550)

2 Esslöffel flüssige Butter

2 Teelöffel Salz

Zubereitunug:

  • Alle Zutaten in einer angewärmten Schüssel verrühren, 7 Minuten kneten, eine Teigkugel daraus formen, leicht einölen und unter einer Schüssel bei 30° 15 Minuten rasten lassen.Die ganze Arbeit bis hierher könnte man sich auch von einem Backautomaten abnehmen lassen; hat Oma aber nicht getan!;-)

Wie es weiter geht, zeigt uns ihre Enkelin Tara:

  • Sie verreibt etwas Speiseöl in ihren Händen und holt sich ein 45g schweres Teigstück. Daraus formt sie eine Rolle, deren Mitte als "Bäuchlein" dick bleibt. Links und rechts davon werden in der Luft hängend die "Arme" dünn und lang gerollt und gezogen. Von diesen "Armen" hat die "Brezge", wie Tara die Brezel nennt, übrigens ihren Namen: lat. "bracchium" = "Arm") Die "Hände" bleiben etwas breiter.
  • Tara formt die entstandene lange "Schlange" so zur "Brezge", wie man auf dem zweiten Foto erkennt. "Das geht super!", ist ihr Kommentar.Anschließend lässt sie die Teiglinge auf einem mit Backtrennpapier ausgelegten Backblech für 30 Minuten gehen .
  • Vor dem Backen wirft Tara die Brezen als Fleißaufgabe für ca. 10 Sekunden ins kochende Wasser. Heraus holt sie sie mit einer Lochkelle und legt sie zurück auf das Backblech.
  • Das volle Blech schiebt sie in das auf 200° vorgeheizte Heißluftbackrohr, auf dessen Boden ein zusätzliches Backblech mit heißem Wasser dampft und schaltet die Temperatur auf 170° zurück.
  • Nach 20 Minuten sind sie fertig gebacken. Sie besprüht sie gleich mit kaltem Wasser, damit sie Glanz bekommen und lässt sie auf einem Gitterrost auskühlen. "Die sind 1a!", meint die kleine Köchin.


A n m e r k u n g e n

  • Die Breze schmeckt und macht satt, aber sie hat eine weitere Funktion: Sie ist eines der ältesten Gebildbrote.

Sie hatte in der katholischen Kirche große Bedeutung als Fastenspeise und wanderte deshalb auch auf den Palmbuschen! - Ihre Form lässt mehrere Deutungen zu: Im christlichen Sinn ist sie Symbol für den zyklischen und fortdauernden Charakter des Lebens, ermöglicht und begleitet durch Gott, der als Sonne durch alle drei "Fenster" dieses in sich geschlossenen Gebildbrotes scheint (Geburt, Lebenszeit auf dieser Welt, Lebenszeit nach dem Tod). Durch ihre Form versinnbildlicht sie auch die übereinander gekreuzten Arme Betender.

  • In der Antike war dieses Gebildbrot Symbol für die Schlange der Erneuerung; für Geburt, Leben, Tod; für Ewigkeit; das Ende ist wieder ein Anfang.
Da staunte ich nicht schlecht: Die Brezen, deren Enden ich zu wenig fest angedrückt hatte, verrieten ein Geheimnis ...
Da staunte ich nicht schlecht: Die Brezen, deren Enden ich zu wenig fest angedrückt hatte, verrieten ein Geheimnis ...
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