Dicke Bohnen - pinzgauerisch

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Ein Mahl mit Jahrhunderte alter Tradition !

Diese Art der Zubereitung lernte ich in meiner pinzgauerischen Kindheit von meiner Großmutter Hanna kennen, die von ihrer Großmutter, die sie wiederum von ihrer kannte usw. So war es nicht nur bei uns, sondern im ganzen Pinzgau!

Nun bin ich siebenfache Großmutter und es ist an der Zeit, von den pinzgauerischen Saubohnen zu erzählen:


Irgendwie waren sie etwas Besonderes,
diese Bohnen, die meine Großmutter um unseren Kartoffelacker herum anpflanzte,
die sie oft besuchen ging um zu sehen, wie es ihnen geht, ob sie angehäufelt werden müssten, ob es die Bohnenläuse gar zu arg trieben und händisch dezimiert werden müssten oder ob die lieben Bohnen gar Durst haben und einen Schluck Wiesenbächlein vertragen könnten …

Endlich war es soweit: Mit einem Eimerchen voll frischer Kartoffeln – dafür wurden den Kartoffelstauden der erste Reihe ihre größten stibitzt – und der Schürze voll Saubohnen – ebenfalls die größten jeder Pflanze - trat sie in die Küche, wo die ganze Familie mit Vorfreude auf die ersten frischen Pellkartoffeln wartete. Wenn se soweit war, lagen auf den Kartoffeln als Krönung die, je nach Größe, 10 - 15 Minuten lang mitgekochten ganzen Bohnenschoten.

Beinahe mit Andacht öffneten wir sie, holten die Kerne heraus, zählten sie, streuten ein klein wenig Salz darauf, schmückten sie mit einem Butterflöckchen und: abwechselnd mit einem Bissen Kartoffel und einem Schluck Sauermilch - ab in den Mund!

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