Jiaogulan - Gynostemma pentaphyllum - “Kraut der Unsterblichkeit“

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Namen

Jiaogulan - Gynostemma pentaphyllum, das “Kraut der Unsterblichkeit“
Jiaogulan - Gynostemma pentaphyllum, das “Kraut der Unsterblichkeit“

Botanischer Name: "Gynostemma pentaphyllum" - (altgriechisch: gynaika=Frau, stemma = graphisches Schema, pentaphyllum = fünfblättrig)
Die Namen der Pflanze verraten, wie sie aussieht und wie sie wirkt !

Chinesische Namen:

  • "Jiaogulan" (sprich: „Dscho-gu-lain“) heißt wörtlich übersetzt „Gewundene-Ranken-Orchidee“, das bedeutet,
  1. Jiaogulan rankt wie eine Kürbispflanze, zu deren Familie er zählt.
  2. Seine außergewöhnlichen inneren Werte – nicht die Blütenform - verdienen die Bezeichnung „Orchidee“
Jiaogulan rankt wie eine Kürbispflanze,zu deren Familie er zählt.
Jiaogulan rankt wie eine Kürbispflanze,zu deren Familie er zählt.
  • "Xiancao" bedeutet “Kraut der Unsterblichkeit“:


In Südchina, wo Xiancao wild vorkommt, wird es als "Kraut der Unsterblichkeit" bereits seit Jahrhunderten gegessen und morgens und abends als Tee getrunken!
In der südchinesischen Provinz „Guizhou“ führt man die überdurchnittlich hohe Anzahl über 100jähriger auf den täglichen Genuss dieses Tees zurück. Dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Guizhou „ ... Die Provinz ist ein gebirgiges Becken, in dem es einem alten Spruch zufolge „keine drei Fuß flachen Landes, keine drei Tage ohne Regen und keinen Menschen mit drei Yuan“ gibt… Sie war von der Außenwelt schwer zugänglich und gilt als die ärmste Provinz Chinas…“ Ob dort nicht auch not-gedrungen nach dem antiken Gesundheitsrezept des Hippokrates von Kos gelebt wird? ;-)
Guizhou zählt zu Chinas Hauptanbaugebieten für Heilkräuter, eben auch für Jiaogulan. (Ein Hinweis für seine Wachstumsansprüche!) Japanischer Name:

  • Amachazuru =„Süße Tee-Ranke“: Die jungen Blätter dieser rankenden Teepflanze schmecken süß – zwischen Zuckererbsen und Lakritze, die älteren leicht bitter-süß.

Deutsche Namen:

  • "Fünfblättriger Ginseng": Obwohl Gynostemma pentaphyllum zu einer anderen Pflanzenfamilie als Pantax Ginseng zählt, ähnelt sie in ihren Inhaltstoffen und in ihrer Wirkung dem Ginseng, allerdings – und das ist das Schöne – lässt sich dieser Fünfblättrige Ginseng leicht selber ziehen oder zu Tee-Preisen erwerben. Verwendet werden – ebenfalls im Unterschied zu Pantax Ginseng - hauptsächlich die handförmigen, „fünfblättrigen“ Blätter.
Jiaogulan, der "Fünfblättrige Ginseng"
Jiaogulan, der "Fünfblättrige Ginseng"
  • "Frauenginseng": Die Heilpflanze Jiaogulan soll bei Frauen noch intensiver wirken und einen ausgleichenden Einfluss auf den weiblichen Hormonhaushalt haben.
  • "Kraut der Unsterblichkeit": Ein echtes Energietonikum! Jiaogulan wirkt ganzheitlich ausgleichend, balancierend, gegen stressbedingte Erkrankungen, gegen Bluthochdruck, Cholesterin, positiv für die Durchblutung, den Stoffwechsel, stärkt das Immunsystems.

Englische Namen:

  • "Herb of Immortality", "Miracle Grass"
Jiaogulan, das “Kraut der Unsterblichkeit“, das "Mirakelgras"
Jiaogulan, das “Kraut der Unsterblichkeit“, das "Mirakelgras"

Pflege von Jiaogulan - Gynostemma pentaphyllum - “Kraut der Unsterblichkeit“

Diese mehrjährige Pflanze ist nicht schwer zu ziehen!

  • Sie kann mit etwas Winterschutz auf einem halbschattigen, nährstoffreichen und nicht zu trockenen Platz im Garten gehalten werden. Rankhilfen geben, denn Gynostemma pentaphyllum klettert, wenn sie nicht vorher verspeist wird, bis zu 2m hoch! Die oberirdischen Pflanzenteile sterben während des Winters ab, aber im Frühling treibt der Wurzelstock, ein Rhizom, erneut aus.- Hat in Graz eben erst eingewurzelt, ohne zusätzlichen Winterschutz - allerdings unter einer Schneedecke - den Winter 2009 /10 bei wochenlangen Minusgraden bis -20° prima überstanden!
  • Auch in einem ausreichend großen Blumentopf mit guter Pflanzenerde gedeiht das Kraut der Unsterblichkeit problemlos im Haus oder im Sommer auf Balkon und Terrasse. Es bevorzugt - in einen Hängekorb gepflanzt oder mit einer Klettervorrichtung versehen - ähnliche Bedingungen wie Fuchsien: halbschattig, nicht dursten und hungern lassen, mit Gefühl gießen und düngen! Vor Wintereinbruch ins Haus holen und nicht auf einen Platz über der Heizung oder zu dunkel stellen. Am besten in ein kühles Zimmer, Treppenhaus ... Je wärmer die Pflanze steht, desto mehr Wasser braucht sie. Also gießen und sprühen, aber nicht ertränken! Bei Überwinterungstemperaturen von über +15° gemäßigte Düngergaben verabreichen. Als Lohn darf man/frau auch im Winter Blättchen ernten.
Auch im Winter Blättchen ernten!
Auch im Winter Blättchen ernten!

Verwendung

  • Täglich 3 – 5 frische oder getrocknete Blätter pro Person steigern Wohlbefinden und Gesundheit nachhaltig.
  • Für den Tee werden die Blätter sowohl frisch als auch getrocknet verwendet; mit kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen.
  • Die sauberen Blätter dürfen auch roh verspeist werden - als frischer Snack, als Salatbeigabe, zerkleinert als Bestandteil für eine Sekt-Bowle...
  • Hi, liebe Margareta, so geht das mit der Tinktur-Zubereitung:
Habe heute, 03.09.2010, 250 g Jiaogulan mit Dank geerntet, einige Stunden anwelken lassen, damit sich der Wassergehalt verringert, grob zerkleinert und mit 1 Liter geschmacksneutralen 38%igen Korn-Schnaps gemixt, damit die Pflanzensäfte gleich baden gehen können ;) Im Dunkeln bei Zimmerwärme aufwahrt, können sie, ungestört von der zerstörerischen Sonne und stets von der konservierenden Flüssigkeit bedeckt, herumtauchen und sich austauschen.
Im November werde ich dann das Feste vom Flüssigen trennen, d.h. durch einen Filter seihen und den grünen „Unsterblichkeitstrunk“ dunkel aufbewahren, aber 3 x täglich ans Licht holen und jeweils 1 Teelöffel mit Andacht genießen. Könnte dir dann was davon abgeben.
Dich reut das übriggebliebene Feste, der „Jiaogulankuchen“ ? Hast du einen Vorschlag zu seiner sinnvollen Verwendung?
Einen guten, grünkräftigen Tag wünscht dir herzlich Rosa !
  • Bei den Anwendungsvorschlägen dieser Seite handelt es sich um Erfahrungen aus der Volksmedizin! Anwendung in Eigenverantwortung!
Jiaogulan, das Kraut der Unsterblichkeit
Jiaogulan, das Kraut der Unsterblichkeit


Bezugsquellen

  • Zur Zeit wird Jiaogulan - Gynostemma pentaphyllum - “Kraut der Unsterblichkeit“ sowohl in Österreich als auch in Deutschland und in der Schweiz von mehreren Pflanzenshops als Jungpflanze zu unterschiedlichen Preisen (2,99 – 7,99 €) angeboten.
  • Aber ... hier kommt ein weiterer positiver Charakterzug dieser Pflanze zur Geltung: Sie lässt sich über Stecklinge und Absenker leicht vermehren! Innerhalb von 1 – 3 Wochen wurzelt sie sowohl im Erdreich als auch im Wasser Ihnen mit Arbeitsfotos zu zeigen, wie das geht, ist das eigentliche Anliegen dieser Seite!


Jiaogulan - Gynostemma pentaphyllum - “Kraut der Unsterblichkeit“ selber vermehren


Absenker machen:


Dazu ein Triebende auf die Erde legen, ½ - 1cm hoch mit Erde bedecken, die Triebspitze aber nicht. Die braucht Licht!

Stecklinge machen:


Dazu einen Trieb mit 3 – 4 Blättchen knapp unterhalb der Blattachsel (Hier wird dieser Begriff erklärt http://de.wikipedia.org/wiki/Blattachsel) abschneiden, die unteren Blätter ohne den Stängel zu beschädigen entfernen, die beiden obersten Blätter belassen.

Den zugerichteten Steckling in der wohl-temperierten Wohnung auf einem hellen, aber absonnigen Platz in ein Glas Wasser stellen und sich für einige Tage mit Geduld wappnen. ;-)


Sieh da,
dieser Steckling
hat bereits
nach 1 Woche
Würzelchen gemacht!!***

Termin und Platz dürften optimal gewesen sein, denn die Wurzelbildung von Jiaogulan - Gynostemma pentaphyllum, dem “Kraut der Unsterblichkeit“, kann bis zu 3 Wochen dauern. Für das Foto durfte er auf den Balkon, anschließend kam er in nahrhafte Erde.

Hier treibt Jiaogulan - Gynostemma pentaphyllum, das “Kraut der Unsterblichkeit“ munter weitere heilsame Blätter!
Hier treibt Jiaogulan - Gynostemma pentaphyllum, das “Kraut der Unsterblichkeit“ munter weitere heilsame Blätter!
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