Kräuterbuschen
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. . . "Frauenbuschen", "Neunerbuschen", "Weihbuschen"
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In Kräutern, durch die die Menschen von der Steinzeit weg Hilfe gegen den Hunger, ... bei Verletzungen, Infektionskrankheiten, ... bei der Zeugung, bei Entbindungen, .... bei Entmutigungen ... erfuhren, erkannten sie die Zuwendung eines göttlichen Wesens. Als Dank und in der Bitte um Fortsetzung dieser Zuwendung wurde das göttliche Wesen in Feiern, Riten und in Mysterien auch durch Weihen dieser Pflanzen geehrt. Im antiken Griechenland z.B. in den Demeter-Mysterien von Eleusis, die gleich nach der Getreideernte stattfanden. So ähnlich war es auch bei unseren Vorfahren, den keltischen und germanischen Stämmen. |
Zu diesen fundamentalen Kräutern zählten die Getreidepflanzen, weiters sogenannte Frauenpflanzen wie Beifuß, Holunder, Baldrian, Eberraute, Schafgarbe, Salbei, Kamille, Lavendel, Klatschmohn ... Pflanzen mit antibakterieller Wirkung, die bei Verletzungen und Infektionskrankheiten verwendet wurden wie Alant, Quendel, Eisenkraut, Wegerich, Johanniskraut, Ringelblume, Minze, Oregano, Arnika, ...
Als die christlichen Missionare die Menschen zu bekehren begannen, geriet die Kräuterkunde in Verruf, denn die heidnischen PriesterInnen, DruidInnen, überhaupt alle, die im Alltag mit Kräutern heilten und das war die Aufgabe der Frau, die verantwortungs- und liebevoll für ihre Familie sorgte, wurden als Rival(inn)en empfunden. Kräuter waren von nun an Teufelswerk. 745 n. Chr. wurde die Kräuterweihe verboten.
Doch das Volk verlangte nach Heilung,
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Die christliche Kirche fand einen schlauen Kompromiss: |
Als Licht am Ende dieses Tunnels stand ein Kirchenmann, Beichtvater von sogenannten Hexen, der als wahrer Christ die Zusammenhänge erkannte und sie unter dem Risiko selbst als Hexer gebrandmarkt zu werden, auch äußerte: Friedrich Spee [1], ein Jesuit. Erst die Aufklärung setzte dem Hexenwahn ein Ende ...
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...und die Freude an Kräutern durfte wieder die Herzen der Kundigen und ihre gebenden Hände füllen!'
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Auch in unserer Zeit sammeln immer mehr Einzelpersonen in meditativer Ruhe - oder Familien und bunt gemischte Gruppen beschwingt - die uralten Kräuter, bitten und danken Gott in Gemeinschaft, auch in dem Spüren, was die Pflanzen bereits den Neandertaler erkennen ließen, dass der Tod eine Geburt in ein weiteres Leben ist und dessen Weg darauf hin zu verkünden und zu gehen Jesus nicht müde wurde.
Pflanzen für den Kräuterbuschen:
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Grundsätzlich gehören in den Kräuterbuschen nur einheimische Pflanzen wie Alant (Wodans Sonne), Arnika, Baldrian, Beifuß, Frauenmantel, Kamille, Johanniskraut, Liebstöckel, Pfefferminze, Schafgarbe, Rainfarn, Thymian(Lebenskraut), Eibisch, Goldrute, Königskerze (Szepter Mariens), Haselnusszweige, Ringelblume, Rose, Mädesüß (Wiesenkönigin, Fieberkraut), Dill, Dost (Wilder Oregano), ...
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Verwendung
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Nach der Weihe wird der Buschen im oben genannten Sinn im "Herrgottswinkel" aufgehängt. Von dort werden das Jahr über Kräuter genommen, wenn man/frau Gott um Heilung, Schutz oder Segnung bitten möchte und das auch ausspricht. |
Dazu werden die Kräuter entweder als Tee gekocht und getrunken oder sie werden den Tieren verfüttert, mit Salz zu Kräutersalz gemixt, oder, was meiner Meinung nach am schönsten ist: In den Raunächten mit Weihrauch verräuchert oder einfach das Jahr über hängen gelassen, um ihren Segen zu verströmen.
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Die Kräuterbuschen waren/sind ja ursprünglich "Lebensruten", deren Berührung die fruchtbarkeitsspendende und heilende Kraft der Vegetation auf Mensch und Tier übertragen sollte. |
Darum verwendet man/frau Zweige aus dem Kräuterbuschen einfach da, wo sie gebraucht werden ... und sei es, dass sie zu einem Verstorbenen gelegt werden, wie es in Deutschland in manchen Gegenden üblich ist - als Zeichen, dass das Leben weitergeht.

