Palmbrezel

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Palmbrezel
gehören in Österreich
auf jeden Palmbuschen –
als Wegzehrung
auf dem Nachhauseweg
von der Palmweihe
und als Weihegeschenk
für die Familie!

Zutaten für 20 Stück:

150 ml zimmerwarme Buttermilch
20g frische Germ / Hefe oder 1 Trockenhefe
1 Teelöffel Zucker
250g Sauerteig
400g Weizenmehl (in Österreich: Type W700, in Dtld. Type 550)
2 Esslöffel flüssige Butter
2 Teelöffel Salz

Dieses Rezept verwendet Sauerteig, wie er h i e r gemacht wird ! Doch es funktioniert natürlich auch mit gekauftem Sauerteig :) Möchtest du mit getrocknetem Sauerteig („Sauerteigpulver“) backen wollen, teile die im Rezept angegebene Sauerteigmenge auf: eine Gewichtshälfte kommt zum Mehl, die zweite zur Flüssigkeit und statt pro 100g angegebener Sauerteigmenge kommt 1 gestrichener Esslöffel Pulver in die Flüssigkeit.

Hast du keinen Sauerteig, ersetze ihn durch Vorteig aus 125ml Wasser, 4g Germ / Hefe, 125g Weizenmehl oder verwende dieses einfache und feine R e z e p t !

Zubereitunug:

Alle Zutaten in einer angewärmten Schüssel verrühren, 7 Minuten kneten, eine Teigkugel daraus formen, leicht einölen und unter einer Schüssel bei 27° 2 -3 Stunden rasten lassen, bis sich das TEigvolumen verdoppelt hat. Die ganze Arbeit bis hierher könnte man sich auch von einem Backautomaten abnehmen lassen: Teig 2 x durch das Teigprogramm laufen lassen! Hat Oma aber nicht getan ;-)

Wie es weiter geht, zeigt uns ihre Enkelin Tara:

  • Sie verreibt etwas Speiseöl in ihren Händen und holt sich ein 30g schweres Teigstück. Daraus formt sie eine Rolle, deren Mitte als "Bäuchlein" dick bleibt. Links und rechts davon werden in der Luft hängend die "Arme" dünn und lang gerollt und gezogen. Von diesen "Armen" hat die "Brezge", wie Tara die Brezel nennt, übrigens ihren Namen: lat. "bracchium" = "Arm") Die "Hände" bleiben etwas breiter.
  • Tara formt die entstandene lange "Schlange" so zur "Brezge", wie man auf dem zweiten Foto erkennt. "Das geht super!", ist ihr Kommentar.Anschließend lässt sie die Teiglinge auf einem mit Backtrennpapier ausgelegten Backblech bei ca. 30° gehen, bis sie ihr Volumen ungefähr verdoppelt haben.
  • Vor dem Backen wirft Tara die Brezen als Fleißaufgabe für ca. 7 Sekunden ins leicht kochende Wasser. Heraus holt sie sie mit einer Lochkelle und legt sie zurück auf das Backblech.
Sollte dir für die Palmbrezerl das Bad im köchelnden Wasser zu viel Aktion sein, besprühe sie einfach mit heißem Wasser!
  • Das volle Blech schiebt Tara in das auf 200° vorgeheizte Heißluftbackrohr, auf dessen Boden ein zusätzliches Backblech mit heißem Wasser dampft und schaltet die Temperatur auf 170° zurück.
  • Nach ca. 20 Minuten sind sie fertig gebacken. Sie besprüht sie gleich mit kaltem Wasser, damit sie Glanz bekommen und lässt sie auf einem Gitterrost auskühlen. "Die sind 1a!", meint die kleine Köchin.

  • Für L A U G E N B R E Z E N kannst du den gleichen Teig verwenden und gleich zubereiten, nur muss das Wasserbad sein und wichtig: in das kochende Wasser kommen pro Liter Wasser 20g Natron (gibt's in der Backwarenabteilung und in der Apotheke) und vor dem Backen werden sie mit grobem Salz bestreut.


A n m e r k u n g e n

  • Die Breze schmeckt und macht satt, aber sie hat eine weitere Funktion: Sie ist eines der ältesten Gebildbrote !

Sie hatte in der katholischen Kirche große Bedeutung als Fastenspeise und wanderte deshalb auch auf den Palmbuschen! -

Ihre Form lässt mehrere Deutungen zu:
  • Im christlichen Sinn ist sie Symbol für den zyklischen und fortdauernden Charakter des Lebens, ermöglicht und begleitet durch Gott, der als Sonne durch alle drei "Fenster" dieses in sich geschlossenen Gebildbrotes, die "Geburt", "Lebenszeit auf dieser Welt" und "Lebenszeit nach dem Tod" symbolisieren, scheint. - Durch ihre Form versinnbildlicht sie auch die übereinander gekreuzten Arme Betender.
  • In der Antike war dieses Gebildbrot Symbol für die Schlange der Erneuerung; für Geburt, Leben, Tod; für Ewigkeit; das Ende ist wieder ein Anfang.
Da staunte ich nicht schlecht: Die Brezen, deren Enden ich zu wenig fest angedrückt hatte, verrieten ein Geheimnis ...
Da staunte ich nicht schlecht: Die Brezen, deren Enden ich zu wenig fest angedrückt hatte, verrieten ein Geheimnis ...
  • Ein flottes Palmbrezelrezept ohne Sauerteig und Hefe wird h i e r verraten !
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